Hagen-Marsch 2026

28 Jun

Am 20. Juni 2026 ging es für Judith und Friederike (und auch Melanie, die gemeinsam mit ihrem Mann und zwei Freunden auf die Strecke ging) zum „Hagen-Marsch“, eine von „Hikinghelden“ organisierte 40 km Wander-Challenge mit ca. 1.100 Höhenmetern durch Hagen und Hohenlimburg.
Ein Großteil der Startgeldeinnahmen der 200 vergebenen Startplätze kam diesmal dem Hagener Hospiz zugute. Wie später bekannt gegeben wurde, kam eine stattliche Summe von 2.314 € zusammen.

Start auf die Strecke war Punkt 9 Uhr an der Bürgerhalle in Dahl. Zunächst ging es schleppend voran, das Starterfeld von 195 Marschbegeisterten musste sich erst ein wenig entzerren auf den zunächst engeren, recht schmalen Wegen. Das Wetter war mit Anfang 30 °C einigermaßen schweißtreibend, ähnlich wie schon im Vorjahr beim „Unsichtbar-Marsch“. Glücklicherweise führten die ersten 20 km größtenteils durch bewaldete Gebiete.

Zunächst ging es Richtung Selbecke und Eilpe, oberhalb des Freilichtmuseums entlang, dann auch schon bald zum ersten Verpflegungspunkt am Vereinsheim an der Kampfbahn Struckenberg. Alle bereits entleerten Trinkwasserflaschen konnten dort mit Wasser oder Elektrolyten aufgefüllt werden. Cola wurde ausgeschenkt sowie eine sehr breite Auswahl an Stärkungen wie Backwaren – Brötchen, Kuchen, Energie-Riegel, Weingummi und vielem mehr angeboten, um die Kohlenhydratspeicher für die nächsten Kilometer aufzufüllen.

Es ging zügig weiter zum Bismarckturm, nicht ohne eine gewissen Vorfreude. Dort war nämlich extra für die Marschveranstaltung der Turm sowie der ebenfalls vom „Bismarckturm e.V.“ betriebene Kiosk geöffnet. Eine willkommene Erfrischung bei der Hitze war für Judith und Friederike ein Eis gegen eine frei gewählte Spende für den Verein. Allerdings war es ein unbedingtes „Muss“, vorher den Turm zu erklimmen, um einfach noch ein kleines Extra an Höhenmetern zu sammeln und kurz die äußerst gute Fernsicht und das Hagener Panorama zu erleben. Da kommen schon mal Heimatgefühle auf für Friederike als gebürtige Hagenerin…

Weiter ging es dann durch die Stadtmitte, über das Elbersgelände und hinter der Stadthalle (dort galt es wohl, die mit Abstand schwierigste, schmalste und steilste Passage zur Annaberghöhe zu meistern) hinauf nach Emst. Hier wurden die beiden Wanderinnen am Köhlerweg von fünf Lauftreffkollegen (Ralf S., Christian, Michael, Rolli und Stefan) abgefangen, die sich dann, trotz der extremen Temperaturen, den beiden anschlossen, um über Staplack bis kurz vor Holthausen mitzugehen. Um genau zu sein, bis zu dem Schild, das unterhalb vom Milchenbach die 25 km Marke auswies. Die nette Begleitung gab den beiden ein gewisses Extra an Motivation und Enthusiasmus, zumal Christian den Wanderinnen noch eine willkommene, zusätzliche Hydrierung in Form eines Fläschchen Wassers aus dem Kofferraum stiftete.

In Holthausen befand sich dann auch schon Verpflegungspunkt 2, und zwar im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Emmaus Kirchengemeinde. Dort gab es sogar Wassereis, Milchreis und einfach wieder beinahe alles, was das Wanderherz begehrt. Gut gestärkt und ein wenig ausgeruht ging es dann wieder auf die Strecke und in Richtung Hohenlimburger Schloss weiter. Von dort verlief der Rest der Strecke über die Nahmer, Deipenbrink und dann langsam aber stetig zurück zur Bürgerhalle Dahl, sprich zum ersehnten Ziel.

Nach 8 Stunden (netto) Marsch waren Judith und Friederike dann doch ganz froh angekommen zu sein und nahmen ihre Medaille und Finishergetränk dankbar in Empfang.
Von den 195 Marschbegeisterten, die gestartet waren, haben 170 gefinisht. Ein Zeugnis einmal mehr, dass man einen solchen Marsch niemals unterschätzen sollte und es bei den Temperaturen wieder ein „richtiges Brett“ war.

Finisher nach 40 km und 1.100 Höhenmetern: Judith und Friederike

Next: Der „Ruhr-Lenne-Marsch“ im September.
Und da die beiden bereits ein gut eingespieltes Marsch-Team geworden sind, sind sie dafür selbstverständlich auch schon längst angemeldet.

Für alle Interessierten: Der nächste „Hagen-Marsch“ (ähnliches Format, denn 40 km mit über 1000 Höhenmetern ist natürlich Standardprogramm) ist bereits für den 19.06.2027 angekündigt. Anmeldestart ist am 01.11.2026. Aber schnell muss man sein! Die Startplätze sind höchstwahrscheinlich wieder streng auf 200 limitiert und waren bislang bei allen Events extremst schnell vergeben (innerhalb von Stunden), denn irgendwie hat man ja wohl bekanntlich eine gewisse Freude sich mit Gleichgesinnten für den guten Zweck zu quälen 😉.

Fazit: Wieder eine richtig schöne, familiäre und extremst professionell aufgezogene „Hikinghelden“-Veranstaltung in einer wie immer sehr lockeren, freundlichen Wandergemeinschaft, oder man möchte beinahe sagen: Wanderfamilie.

Text: Friederike